Warum Südafrika? Diese Frage ist einfach beantwortet... weil Südafrika im Allgemeinen und Kapstadt im Speziellen zu uns passt!

Bereits bei unserem ersten Besuch in Südafrika 2003 hat sich ein wohliges Gefühl für dieses faszinierende Land eingestellt. Unsere Reise führte uns damals von Johannesburg über Lesotho nach Durban, an der Küste entlang Richtung Norden mit einem kurzen Abstecher nach Swaziland und wieder zurück nach Jo´burg. Wir waren begeistert von der Schönheit der Natur, speziell den Drakensbergen, unserer ersten Safari, den Menschen und der bewegten Geschichte dieses gebeutelten Landes.

Wie die 1994 auf dem Papier abgeschaffte Apartheid Südafrika verändert hat, fühlten wir eigentlich erst bei unserem zweimonatigen Kapstadt Aufenthalt 2014. Wir hatten immer öfter das Vergnügen, mit der sogenannten Born-Free Generation in Kontakt zu kommen, also mit jenen jungen Captonians, welche in eine Demokratie hineingeboren wurden und nicht in ein System, welches Südafrikaner in Weiße, Schwarze, Asiaten und Colourds kategorisierte. Wo Angehörige verschiedener Ethnien getrennte Schulen und Universitäten besuchen mussten, Behördengänge auf unterschiedlichen Ämtern zu erledigen waren, gesonderte Busse, Strände, Bänke und Toiletten zu benutzen waren. Wer dagegen verstieß, konnte festgenommen werden und in minutenkurzen Verfahren zu Haftstrafen verurteilt werden. Die Regierung ließ Wohngebiete von Schwarzen in den Städten zerstören (District Six ist wohl eines der bekanntesten in Kapstadt) und zwang die nun Heimatlosen außerhalb der Stadt umzusiedeln, in sogenannte Townships.

Heutzutage werden die jungen Südafrikaner immer selbstbewusster und haben immer mehr ihre eigene Identität. Sie sind der Antrieb, die einer ganzen Stadt geholfen haben, so richtig in die Spur zu kommen. Stadtviertel, wo früher Gangs und Drogenbosse das Sagen hatten, werden zu kreativen Schmelztiegeln mit unglaublich viel Eigendynamik. 

2014 war Kapstadt Design Capital of the World und diese Chance ließen sich viele junge Start-Ups nicht entgehen, um sich von ihrer besten Seite zu präsentieren. So sind auch viele unsere Geschäftspartner junge und talentierte Designer, die versuchen, sich etwas Eigenständiges aufzubauen. 

Eigentlich immer, wenn wir Kapstadt als unser nächstes Reiseziel nennen, werden wir mit der Frage konfrontiert: "Ist es dort gefährlich?". Natürlich gibt es, so wie in jeder anderen größeren Stadt auch, gewisse Regeln, an die man sich unbedingt halten sollte. Wir hatten bis dato nie ein Problem und fühlten uns stets gut aufgehoben, wenngleich man sich mit dem Anblick anfreunden muss, dass die meisten Häuser von Mauern inklusive Stacheldrahtzaun oder zumindest mit einer Alarmanlage gesichert werden. Wer damit nicht zurecht kommt, bzw. ein Problem damit hat, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nach wie vor sehr groß ist, für den empfiehlt sich vielleicht etwas Anderes. 

Wir für unseren Teil können nur sagen, die Kapregion ist großartig mit all ihren Ecken und Kanten. Umschlossen vom indischen und atlantischen Ozean gibt es viel Platz, um seinen Träumen an den vielen, vielen Sonnentagen freien Lauf zu lassen.

Natürlich haben wir uns die Frage gestellt, wenn uns dieser Teil der Welt so gut gefällt, warum nicht dort leben? Dabei erinnere ich mich gerne an die Aussage von Mark, dem holländischen Besitzer unseres Lieblings-Guesthouses African Queen in Noordhoek, der meinte: "The grass is always greener on the other side of the ocean." So sind wir noch am Überlegen ;-)

 


"Education is the most powerful weapon which you can use to change the world." Nelson Mandela



"Erst wer Südafrika selbst gesehen, gerochen, gehört, geschmeckt und gefühlt hat, kann die Anziehungskraft dieses Landes verstehen."

PS: Weder dieser Beitrag, noch jeglicher andere von uns veröffentlichter Bericht folgt einer politischen Strömung und spiegelt daher nur unsere persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen wieder. 

 

Fotos www.carmenandingo.com